Verbesserung der öffentlichen Informationen über das Gesetz in England und Wales in Bezug auf die sexuelle Übertragung von HIV

Advisory Council Meeting, 14 October, Berlin - Deutsch (Dezember 2018).

Anonim

Laut einem Bericht, der von Forschern von Sigma Research an der Londoner Schule für Hygiene und Tropenmedizin und Birkbeck, University of London, veröffentlicht wurde, werden Unterstützungsdienste für Menschen, die mit HIV leben, von besseren Informationen über Strafverfolgungsmaßnahmen für die sexuelle Übertragung von HIV profitieren.
Die Studie mit dem Titel "Das Vertrauen bewahren: HIV und das Strafrecht aus Sicht der Diensteanbieter" untersucht, wie Strafverfolgungsmaßnahmen für die HIV-Übertragung in England und Wales von denjenigen gehandhabt werden, die Gesundheits- und Sozialdienste für Menschen mit HIV erbringen. Die Forscher fanden heraus, dass es "erhebliche Verwirrung" über die rechtliche Bedeutung von "Leichtsinnigkeit" und das spezifische vorbeugende Verhalten gibt, das eine ausreichende Verteidigung bieten würde.
In England und Wales kann eine Person strafrechtlich verfolgt werden, wenn behauptet wird, sie habe rücksichtslos HIV an einen Sexualpartner weitergegeben.
Der Bericht wurde in Birkbeck auf einer Konferenz vorgestellt, um seine Ergebnisse zu diskutieren. Seine Schlussfolgerungen zielen darauf ab, Menschen, die mit HIV leben, zu helfen, indem sie die besten Praktiken unter HIV-Fachkräften im Gesundheits- und Sozialwesen, der Polizei und anderen an strafrechtlichen Ermittlungen und Gerichtsverfahren beteiligten Personen verbessern. Die wichtigsten Empfehlungen, die sich aus der Studie ergeben, sind:

  • Eine dedizierte Online-Ressource mit Informationen über die neuesten klinischen und wissenschaftlichen Entwicklungen, die sich auf rechtliche Entscheidungen auswirken können
  • Schulung über rechtliche Definitionen und Verteidigungsargumente für diejenigen, die klinische und nicht-klinische HIV-Dienste anbieten
  • Eine Liste von Experten mit Interesse an strafrechtlichen Ermittlungen in jeder klinischen und nicht-klinischen HIV-Service-Organisation
Die Hauptautorin des Berichts, Dr. Catherine Dodds, Dozentin an der Londoner Schule für Hygiene und Tropenmedizin, sagte: "Obwohl HIV-Gesundheits- und Sozialfürsorgeexperten unterschiedliche Ansichten über ihre mögliche Rolle in solchen Fällen äußerten, gaben sie einen klaren Sinn für strafrechtliche Verfolgung Die Übertragung von HIV würde die öffentliche Gesundheit nicht verbessern. Stattdessen war es am häufigsten, Beschreibungen solcher Fälle zu hören, die zu mehr Stigmatisierung, verringertem Vertrauen zwischen Dienstnutzern und -anbietern und traumatischen Konsequenzen für die Betroffenen führten. "
Matthew Weait, Professor für Recht und Politik bei Birkbeck, sagte: "Diese wichtige und innovative Forschung zeigt sowohl die Probleme, die die Kriminalisierung von HIV für Anbieter von klinischen und sozialen Pflegediensten mit sich bringt, als auch die Notwendigkeit von Lösungen auf nationaler und regionaler Ebene. Pflegedienstleister, die sich mit HIV und sexueller Gesundheit befassen, kümmern sich in erster Linie um die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Nutzer, was natürlich auch der Fall ist, aber es gibt auch Hinweise darauf, dass Kriminalisierung ihre Arbeit beeinträchtigt Die organisatorische Kommunikation über rechtliche Fragen ist von entscheidender Bedeutung, und "Keeping Confidence" gibt praktische Empfehlungen, wie diese Arbeit zugunsten von Prävention und Unterstützung vorangebracht werden kann. "
Die Forschung basiert auf Diskussionen mit sieben Fokusgruppen in England und Wales, einschließlich Krankenhauspersonal, sowie Fachleuten von HIV-Wohltätigkeitsorganisationen, Sozialfürsorgediensten und anderen Organisationen, die Menschen mit HIV-Diagnose unterstützen.