Geringe Mengen an Vitamin D mit hohen Konzentrationen von HBV im Blut verbunden

ZEITGEIST: MOVING FORWARD | OFFICIAL RELEASE | 2011 (Dezember 2018).

Anonim

Forscher aus Deutschland haben herausgefunden, dass geringe Mengen an Vitamin D mit einer hohen Replikation des Hepatitis-B-Virus (HBV) assoziiert sind. Ergebnisse, die online in Hepatology, einer Zeitschrift der American Association for Study of Liver Diseases, veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, saisonale Schwankungen der Vitamin-D und HBV-Spiegel deuten auf eine Verbindung in diesen Variablen bei Patienten mit chronischem HBV.
Während hoch wirksame Impfstoffe verfügbar sind, bleibt HBV immer noch eine der bedeutendsten Infektionskrankheiten weltweit. Tatsächlich gibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) an, dass HBV 50 bis 100 Mal infektiöser ist als das menschliche Immunschwächevirus (HIV). Darüber hinaus meldet die WHO, dass zwei Milliarden Menschen mit HBV infiziert sind, was für fast 600.000 Todesfälle pro Jahr verantwortlich ist. In den USA schätzt das Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC), dass bis zu 1, 4 Millionen Amerikaner mit chronischem HBV leben.
"Vitamin D trägt zur Aufrechterhaltung eines gesunden Immunsystems bei und es gibt Hinweise auf seine Rolle bei entzündlichen und metabolischen Lebererkrankungen, einschließlich einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV)", erklärt Leiter der Studie Dr. Christian Lange vom Johann Wolfgang Goethe-Universitätskrankenhaus in Frankfurt. "Der Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Stoffwechsel und chronischer HBV-Infektion bleibt jedoch unbekannt und steht im Mittelpunkt unserer Studie."
Zwischen Januar 2009 und Dezember 2010 rekrutierte das Team 203 Patienten mit chronischem HBV, die zuvor wegen ihrer Infektion nicht behandelt worden waren. Die Konzentrationen von 25-Hydroxyvitamin D wurden von jedem Teilnehmer gemessen. Patienten mit HCV, HIV oder Hepatitis D koinfiziert; diejenigen mit übermäßigem Alkoholkonsum; und diejenigen mit Leberkrebs oder anderen bösartigen Erkrankungen wurden ausgeschlossen.
Die Ergebnisse zeigen, dass 34% der Teilnehmer einen schweren Vitamin-D-Mangel (weniger als 10 ng / ml), 47% eine Vitamin-D-Insuffizienz (zwischen 10-20 ng / ml) und 19% einen normalen Vitamin-D-Mangel (mehr als 20 ng) aufwiesen / ml). Weitere Analysen zeigen, dass die HBV-Konzentration im Blut, die sogenannte Viruslast, ein starker Indikator für niedrige Vitamin-D-Spiegel war. Bei Patienten mit HBV-DNA von weniger als 2000 IE / ml gegenüber 2000 IE / ml oder mehr betrugen die Vitamin-D-Werte 17 bzw. 11 ng / ml.
Die Forscher stellten auch fest, dass Patienten mit dem Hepatitis-B-Antigen (HBeAg) niedrigere Vitamin D-Spiegel aufwiesen als HBeAg-negative Teilnehmer. Inverse saisonale Schwankungen zwischen Vitamin-D- und HBV-Werten wurden festgestellt, was auf eine Beziehung zwischen den beiden Variablen schließen lässt.
"Unsere Daten bestätigen einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und hohen HBV-Konzentrationen im Blut", schließt Dr. Lange. "Diese Ergebnisse unterscheiden sich von früheren Untersuchungen von Patienten mit chronischer Hepatitis C, die keinen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Spiegeln und der Konzentration von HCV im Blut fanden." Die Autoren schlagen eine weitere Untersuchung von Vitamin D als therapeutischen Eingriff zur Kontrolle von HBV vor.